Sissinghurst
Sissinghurst
Mottisfont Abbey
Mottisfont Abbey
Chartwell
Chartwell

Rosen Südenglands – 8 Tage

vorgebuchte PKW-/Mietwagen-Rundreise

Routenkarte PKW-Rundreise Rosenblüte in Südengland 9 Tage

Für Rosen- und Gartenenthusiasten ist es herrlich, im frühen Sommer in Südengland unterwegs zu sein, wenn lichte, frische Grüntöne vorherrschen und die Rosenblüte beginnt. Auf dieser Reise erfahren Sie etwas über berühmte und inspirierte Gärtner, Schriftsteller, Künstler oder Politiker und ihre Familien, die mit ihrer Gartenpassion im Laufe der Jahrhunderte dafür gesorgt haben, dass wir heute die schönsten Rosenkombinationen in Schlössern, Burgen und Herrenhäusern, in Rosarien, Parks, an Mauern und über Torbögen sehen und bewundern können. Interessant ist es, wie die Rose - die „Königin der Blumen“, ohne die fast kein Garten auskommt - je nach Mode oder Zeitgeist unterschiedlich gezüchtet und in Szene gesetzt wurde. Diese schöne, umfassende Südengland-Rundreise mit dem eigenen Mietwagen führt Sie im weiten Bogen durch das südliche England: von Osten her durch die alte Grafschaft Kent, die auch als „Obst- und Hopfengarten Englands“ bezeichnet wird. Durch Sussex bis Hampshire, durch sogenannte „Areas of Outstanding Natural Beauty“ wie die kalkigen Hügel der South Downs oder den High Weald, zu den zwei berühmten Kathedralenstädten Winchester und Salisbury; durch Mittelalter und Neuzeit. Lassen Sie sich überraschen!

 

Höhepunkte

Rosengärten und einige andere sehenswerte Gärten Südenglands wie Sissinghurst, Nymans, Mottisfont Abbey, Wisley und viele mehr

 

8 Übernachtungen:

2 x Region Tenterden/Kent

3 x Region Haywards Heath/Sussex

1 x Salisbury

1 x Region Windsor

 

PREISE (pro Person bei insgesamt 2 Teilnehmern)

inkl.
Flug und
Mietwagen


nur Hotels
Standard-Hotel
ca. 895,- €
ca. 495,- €
3-Sterne-Hotel
ca. 1.035,- €
ca. 635,- €
Herrenhaus,
gehobenes Hotel

ca. 1.335,- €

ca. 935,- €

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Die Preise gelten pro Person und sind als Anhaltspunkt zu verstehen. Je nach Saison kann der Preis auch darunter bzw. etwas darüber liegen (Hochsaison). Bei Interesse fordern Sie doch einfach ein konkretes Angebot, zugeschnitten auf Ihre Wünsche (Abflughafen, Datum, ...), an.

 

Im Preis enthalten:

  • Linienflüge mit British Airways, Lufthansa, Austrian oder gleichwertig ab Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, Berlin, München, Stuttgart, Wien. Andere Abflugorte bitte anfragen. (Flug nicht inbegriffen bei Buchung "nur Unterkunft")
  • Mietwagen kompakt mit Schaltung und Klimaanlage, inklusive freier Kilometer, Haftpflicht, Vollkasko und Diebstahlschutz ohne Selbstbeteiligung (außer bei Buchung "nur Unterkunft")
  • Frühstück
  • Informationsmappe mit qualitativ hochwertigem Reiseführer, detaillierter Straßenkarte und Hinweisen zu den Sehenswürdigkeiten und Gärten
  • National Trust Touring Pass (ermöglicht kostenlosen Eintritt in Gärten und Sehenswürdigkeiten vom National Trust)
  • Programmvorschlag

 

Nicht im Preis enthalten

  • Reiserücktrittskostenversicherung (wir empfehlen dringend den Abschluss, Informationen bekommen Sie mit dem Angebot)

 

 

Mietwagen

Mietwagen mit Schaltung.

Kompakt = Opel Corsa oder ähnlich

Mittelklasse = Opel Astra (oder ähnlich) mit 4 Türen.

Übernahme und Abgabe jeweils am Flughafen.

Inklusive freier Kilometer, Haftpflicht, Vollkasko und Diebstahlschutz ohne Selbstbeteiligung.

 

Standard-Hotels

Meist Zimmer in kleineren Gasthöfen (Pubs) und Hotels in traditionellen, schönen Gebäuden.  Zimmer  immer komfortabel und mit Dusche/Bad und WC.

 

Hotels (3 Sterne)

Hotels der 3-Sterne Kategorie in traditionellen, schönen Gebäuden.

 

Herrenhäuser

klassische, englische Herrenhäuser, Schlosshotels oder gehobene Landhotels mit eigenem Garten oder Park und natürlich jeglichem Komfort (Swimmingpool gibt es allerdings meist nicht).

 

 

PROGRAMMVORSCHLAG – KURZE VERSION

 

Tag 1 – Übernachtung: Region Tenterden/Rye

Flug ab Deutschland (oder Österreich) nach London Heathrow

Fahrt nach Tenterden/Rye in Kent (direkt ca. 130 km), unterwegs

  • Polesden Lacey (NT) mit seinem ummauertem Rosengarten

 

Tag 2 – Übernachtung: Region Tenterden/Rye

  • Sissinghurst (NT)
  • Smallhythe Place
  • Great Dixter (kein Rosengarten, aber sehr sehenswert)

 

Tag 3 – Übernachtung: Region Haywards Heath

Fahrt nach Haywards Heath (ca. 75 km)

  • Nymans Garden (NT)
  • Borde Hill

 

Tag 4 - Übernachtung: Region  Haywards Heath

  • Chartwell (NT)
  • Hever Castle

 

Tag 5 – Übernachtung: Haywards Heath

  • Arundel Castle
  • Parham House (ummauerter Rosengarten)

 

Tag 6 – Übernachtung: Region Salisbury

Fahrt nach Salisbury (ca. 160 km), unterwegs

  • Uppark House and Garden (NT) (kein Rosengarten, aber sehr schön gelegen)
  • Winchester Cathedral
  • Mottisfont (NT) (National Collection)

 

Tag 7 – Übernachtung: Region Windsor

Fahrt bis zur Themse in der Region Windsor (ca. 150 km)

  • Wisley Gardens
  • Savill Gardens

 

Tag 8

Fahrt nach London Heathrow

Rückgabe des Mietwagens

Rückflug nach Deutschland (Österreich).

 

NT = freier Eintritt mit dem National Trust Touring Pass

 

 

PROGRAMMVORSCHLAG – AUSFÜHRLICHE VERSION

 

Tag 1 – Flug und Fahrt nach Tenterden/Rye und Polesden Lacey (NT)

Anreise: Flug nach London (Heathrow). Je nach Ankunftszeit können Sie heute vielleicht gleich schon einen wichtigen Rosengarten des National Trust besuchen: das Regency-Haus Polesden Lacy unweit Dorking - wunderbar unterhalb der North Downs-Hügel mit Blick über das Mole Valley gelegen. Die verschiedenen Gärten hat ab Jahr 1906 die schillernde Mrs. Greville angelegt (wobei ihr 36 Gärtner halfen), um ihre  illustren Gäste zu beeindrucken – das ist ihr sicher gelungen. Ihr traditioneller, edwardianischer Rosengarten wurde in den alten Küchengarten gesetzt. Wunderschön mit Kletterrosen überwucherte lange Holz-Pergolen und Beete mit Tee-Hybriden, Moschus-Hybriden und Floribunda-Rosen – das ist die Leistung der Gärtner; man merkt nicht, dass die kalkhaltige Erde hier für einen Rosengarten eher ungeeignet ist. Er ist inzwischen über 100 Jahre alt und wurde lange Zeit von Graham Stuart Thomas betreut, wie auch der spezielle Wintergarten. Imposante einzelne Bäume stehen auf freien Rasenflächen – viele sind 1987 und 1990 Stürmen zum Opfer gefallen. Der „Long Walk“ führt mit wunderbaren Panorama-Ausblicken über dem Tal entlang. Nach diesem Streifzug umfahren Sie London und kommen durch Kent zu Ihrer ersten Unterkunft im Gebiet um Tenterden/Rye. Kent ist in vielen Teilen eine englische, grüne Hügellandschaft mit markanten doppelten Hopfentürmen. Kents Umgrenzung besteht etwa zur Hälfte aus Kanal-, Nordsee- oder Themseküste, mit den berühmten weißen Kreidefelsen und alten Hafenstädt(ch)en (die heute teils verlandet sind). Burgruinen und Castles zeugen von der Bedrohung durch Kriege und Invasionen während vieler vergangener Jahrhunderte. Mit dem Hafen von Dover und dem Channel-Tunnel ist Kent das Tor zum europäischen Kontinent.

Erste Übernachtung in der Region Tenterden/Rye.

 

Tag 2 – Sissinghurst Castle Garden (NT), Smallhythe Place (NT) und Great Dixter

Trotz der meist vielen Besucher will man diesen Garten  unbedingt sehen: Sissinghurst (NT) bei Cranbrook. 1930 sah es dort ganz anders aus! Desolate Ruinen, Brombeeren, rostige Maschinenteile und kein Garten. Das sah, kaufte und restaurierte die Schriftstellerin Vita Sackville-West 1930 mit ihrem Mann Harold Nicolson. Sie wurde bald zu einer berühmten Gartenkoryphäe. Von 1946 bis 1961 erschien die vielgelesene Rubrik „In Your Garden“ - die sie oben im Turmzimmer schrieb - im Observer. Die Gärten von Sissinghurst wurden so allmählich weltweit bekannt und als großes Vorbild wahrgenommen. Sie sind schön und romantisch mit zehn verschiedenen Gartenräumen. Einmal schrieb Vita Sackville-West in ihrer Gartenkolumne: „Vielleicht ist es ein großer Fehler, aber ich versuche gerade einen silbergrau-weißen Garten zu machen“. Nur Weiß - das war total neu und galt als abwegig - aber so kam der hochberühmte „White Garden“ zustande - ein sagenhafter Anblick. Mit ihrer romantischen Passion bepflanzte sie den Rosengarten mit vielen altmodischen Strauchrosen. Der rote Bauerngarten („Garten des Sonnenunterganges“ genannt) hat warme, gelb-orangerote Töne und ist zur späten Nachmittagsstunde besonders schön. Nördlich von Rye liegt Smallhythe Place, ein gelbgraues Fachwerkhaus aus dem 16. Jhdt., in dem um 1900 die bekannte Shakespeare-Darstellerin Ellen Terry lebte. Im der alten Scheune, „Barn Theatre“, gibt es oft Vorstellungen. Der traditionelle Cottage- und Obstgarten ist voll mit Rittersporn, Ringelblumen, Bartnelken, Jungfer-im-Grünen und Rosen. Ellen Terrys geliebter Rosengarten wurde mit nostalgischen, mehrmals blühenden Strauchrosen und einem Wildblumenrasen erneuert. Kommen wir zum letzten heutigen Halt – zur Abwechslung einmal etwas ohne Rosengarten: nach Great Dixter der Familie Lloyd, mit einem authentisch wirkenden Fachwerk-Herrenhaus aus dem 15. Jahrhundert. Den zugrundeliegenden Arts&Crafts Garten von Edward Lutyens hat bis zu seinem Tod 2006 Christopher Lloyd, ein anerkannter Gartenbuchautor und -gestalter, äußerst abwechslungsreich weitergeführt. Die ums Haus verteilten, mit Mauern, Hecken und Wegen strukturierten Gärten und Wiesenstücke sind sehr üppig, unkonventionell, exotisch und manchmal etwas „durcheinander“ bepflanzt und von April bis Oktober immer vielfältig und interessant. Der frühere Rosengarten wurde durch einen tropischen Garten mit Bananen, Verbenen und Neuseeland-Flachs überpflanzt. Freuen Sie sich auf die originell zugerechtgestutzten Büsche auf der Topiary-Wiese und im „Peackock Garden“, auf den „Katzengarten“, die „Prärie“ mit Orchideen, die wilde Obstwiese, auf den Blauen und auf den Versunkenen Garten!

Zweite Übernachtung in der Region Tenterden/Rye.

 

Tag 3 – Nymans Garden (NT) und Borde Hill

An Ihrer heutigen Fahrstrecke zum nächsten Hotel bei Haywards Heath liegt der Nymans Garden (NT) exponiert auf einem Plateau der High Weald-Hügel von Sussex. Sein Kennzeichen ist die Ruine: ein Brand suchte den Familiensitz der deutschen Einwandererfamilie Wessel im Winter 1947 heim. Ohne Löschwasser (die Wasserrohre waren zugefroren) brannte das Herrenhaus vollständig aus. Das war die erste Katastrophe; die zweite war der Große Sturm von 1987 mit bis 160km/h Windgeschwindigkeit, der Nymans etwa 80 Prozent seiner seltenen und exotischen Bäume kostete. Die Mauerreste sind heute romantisch von Kletterrosen, Geißblatt, Glyzinien und Clematis bewachsen; und die Baumbestände haben sich nach den sorgfältigen Wiederbelebungsversuchen durch den National Trust schon wieder gut erholt. Von romantischer Vision – zum Haus passend – war und ist Maud Wessels stark duftender Rosengarten aus den 1920er Jahren - angefüllt mit 600 Büschen aus 115 eher altmodischen Rosenarten, und mit Kräutern, Lavendel und Katzenminze, Geranien und mit seltenen Ablegern, die damals unter Nachbarn ausgetauscht wurden. Ihr zweiter heutiger Garten ist Borde Hill, ein Waldlandgarten auf fruchtbarem, leicht sauren Lehmboden in Sussex. Begonnen hat ihn Colonel Stephenson Clarke, ein wichtiger Förderer von „Plant Hunter“*-Expeditionen des 20. Jhdts.; dafür bekam er ständig exotische Bäume und Sträucher aus Asien, Tasmanien, den Anden und Europa geliefert. Der Garten besitzt preisgekrönte Sammlungen von Rhododendren, Magnolien und Camelien; Chilenische Laternenbäume, Bitternuss-Bäume, Formosa-Scheinzypressen und viele „Champion Trees“ (Rekord-Bäume). Der „Jay Robin's Rose Garden“ wurde mit hunderten David-Austin-Rosen 1993 vom bekannten Gartendesigner Robin Williams angelegt, ebenso wie der italienische Garten. Seit 2002 gibt es außerdem einen „Weißen“ Garten. Borde Hill ist auch heute noch im Besitz der Familie Clarke.

 

*Plant Hunter: Zu Kolonialzeiten sind viele Engländer mit botanischen Expeditionen vor allem in Asien und Afrika, und in Australien und Südamerika unterwegs gewesen. Sie haben dabei Unmengen an Pflanzenarten nach England zurückgebracht – unter anderem auch die Rhododendren, die heute teilweise alles überwuchern...

Erste Übernachtung in der Region Haywards Heath.

 

Tag 4 - Chartwell (NT) und Hever Castle

Man kann verstehen, dass Winston Churchill das Gut Chartwell 1922 hauptsächlich wegen seiner schönen Aussicht auf ein Tal und kleine Seen gekauft hat. Im Rücken des rötlichen Manor Hauses liegen die Hügel des kentischen Weald. Der Garten wurde von Mrs. Clementine Churchill gestaltet und gepflegt: den „walled Rose Garden“, den Wassergarten mit weißem Phlox und blauer Ochsenzunge. Der Golden Rose Walk war ein Geschenk der Churchill-Kinder zur Goldenen Hochzeit. Sie lebten hier bis zu Churchills Tod 1965. Das Hausinnere ist im Originalzustand, und Sie können Winston Churchills Studio mit seiner Sammlung eigener Gemälde besuchen. Draußen sieht man manchmal die schwarzen Chatwell-Schwäne im Wasser oder sogar den orangefarbene Kater Jock XI. herumstreunern, den jetzigen Nachfolger von Churchills geliebter Katze Jock I. Am Haus selbst wird 2017 gearbeitet, um es wasserfest zu bekommen; Feuchtigkeit und Wassereintritt waren hier ein ständiges Problem. Nach kurzer Fahrt sehen Sie Hever Castle auftauchen: Zinnen, Brücke und Wassergraben... wie eine efeubewachsene Märchen-Ritterburg par excellence steht es über dem Burggraben. Es ist dort häufig etwas überlaufen - aber davon sollten Sie sich nicht abschrecken lassen. Zum Beispiel hat Hever in einem ummauerten Rosengarten viertausend Rosenstöcke und besitzt eine eigene Rosensorte: die Floribunda-Rose „Hever Castle“, die hier 2011 von Lady Judi Dench präsentiert wurde und von Juni bis in den September/Oktober hinein blüht. Daneben die „blaue Gartenecke“ („Blue  Corner“) mit den Farben blauer Säckelblumen, Akelei, Vanilleblume, dem hübschen Leberbalsam, Vergissmeinicht usw. Skurril und witzig ist ein übergroßes Schachfiguren-Set aus gestutzten Eibenbüschen im Tudor Garten; und nochmal Rosen: Alte Englische Rosen im Long-Border-Beet. William Waldorf Astor hat Hever 1903 gekauft und perfekt mittelalterlich renoviert. Seine vielen angesammelten antiken Stücke hat er hier im italienischen Garten platziert und auch in seinem anderen Prunkbesitz, in Cliveden. Im Castle selbst gibt es eine interaktive Ausstellung mit dem Werdegang des Gartens (für dessen Besichtigung etwa 1,5 Stunden empfohlen werden) ab der Tudorzeit bis heute. In Hever wuchs Anne Boleyn auf.

Zweite Übernachtung in der Region Haywards Heath.

 

Tag 5 – Arundel Castle und Parham House

Nach dem Frühstück fahren Sie eine knappe Stunde etwa 50 km zum 850jährigen Sitz der Dukes of Norfolk, zum Arundel Castle mit seinen intakten (weil um 1900 komplett renovierten) mächtigen hellgrauen Burgmauern. Hinter ihnen verbirgt sich ein Highlight (abgesehen vom bombastischen Burg-Interieur): ein wirklich schöner, interessanter Garten, der ökologisch-organisch geführt wird – z.B. der organische Küchengarten als Augenweide und für's Restaurant, oder die „Stumpery“ mit alten Baumstümpfen, als Kunst arrangiert und insektenfreundlich mit Wildblumen besiedelt (Schlüsselbume, Fingerhut, Wolfsmilch etc.). Oder der zauberhafte italienisch-jakobinische „Collectors Garden“ mit Pools, Säulenfragmenten, Brunnen, Statuen, Palmen wie aus einer anderen Welt; oder die Gewächshäuser („Peach House and Vinery“). Die dicken Mauern bieten ja auch sehr empfindlichen Pflanzen genügend Schutz. Auf dem Platz, wo im Mittelalter eine Kegelwiese war, ist jetzt ein ziemlich neuer Rosengarten. Und solch einen hübschen Schnittblumen-Garten wie hier hätte sicher jedermann selber gerne...

Parham House liegt nur einen „Katzensprung“ von etwa 15 km entfernt. Wenn Sie die verschachtelte Fassade von Parham House, dessen Grundstein 1577 zur Zeit Elizabeth I. gelegt wurde, bei aufgehender Sonne im Morgennebel sehen könnten, würden Sie am liebsten einfach hierbleiben. Simon Jenkins vom Guardian schrieb: „It Is A House of Magic“ - man fühlt sich in einer anderen Zeit, im Haus und auch draußen, wo Damwild im Landschaftspark grast und irgendwo ein ganz flaches, niedriges „Veronica's Maze“ (1991) liegt. Der „Walled Garden“ ist sehr groß und hier gibt es alles: einen Rosengarten, den Orchard mit Obst, Gemüse, ein Glashaus, den exotischen Garten, den abgeschiedenen Kräutergarten, Schnittblumenrabatten und die gold-blauen Beete.

Dritte Übernachtung in der Region Haywards Heath.

 

Tag 6 – Uppark House, Winchester Cathedral und Mottisfont Abbey

Besuchen Sie heute morgen Uppark, ein stattliches Manor House aus dem 17. Jhdt., das nach einem Brand 1989 (verursacht durch einen Lötkolben bei der Renovierung!) inzwischen wieder völlig hergestellt ist. Beim Durchwandern des Hauses wird jedem klar, wie bequem die Hausherren „upstairs“ lebten – und wie erschöpfend dagegen der Dienstboten-Alltag in den Kellern „downstairs“ war. Sehr erholsam ist danach ein Spaziergang durch Park und Garten hoch auf den South Downs mit schönen Ausblicken. Danach machen Sie am besten eine Pause in Winchester, der Hauptstadt des County Hampshire (oder kurz „Hants“ genannt) mit ca. 40.000 Einwohnern. Am mächtigsten war Winchester zwischen 9. und 12. Jahrhundert: als Hauptstadt Englands am River Itchen. Auf sumpfigem Gelände wurde im 11. Jhdt. die kolossale, sehr langgestreckte (170 m) und dabei relativ niedrige Kathedrale erbaut. Sie erscheint von außen recht nüchtern, aber das Innere ist das glatte Gegenteil davon (mit Eintrittsgebühr): mit Fresken von 1230, farbenprächtigen pre-raphaelitischen Glasfenstern aus der William Morris Werkstatt, das reichlich verzierte Eichen-Chorgestühl (14. Jhdt.), Jane Austens‘ Grabplatte. In der unterirdischen Krypta, die bei Regen oft geflutet ist, steht eine eigentümliche moderne Skulptur (Sonar II): ein geheimnisvoller Mensch, der nachdenklich auf etwas Wasser in seinen gewölbten Händen blickt. Und Sie erfahren, wie „Walker the Diver“ - der Taucher William Walker – ab 1906 in 5 Jahren die Kathedrale gerettet hat. Weiterfahrt durch recht schöne Dörfer wie Ashley oder Kings Somborne zum River Test. Er fließt durch viel Kreide- und Kalkformationen und ist deshalb ein guter Forellenfluss – auch für Fliegenfischer. Früher gab es hier Mühlen (Getreide, Wolle); eine ist noch in Betrieb: die „Whitchurch Silk Mill“ etwas weiter nördlich. Am Test liegt auch Mottisfont; „Mottis“ von „moot“ für treffen - „font“ für Quelle. Gegründet 1201 für Augustinerpriester und als Pilgerherberge; aufgelöst im Jahr 1536, dann über die Jahrhunderte um-, an- und weitergebaut. Hier warten interessante Überraschungen auf Sie: eine riesige doppelstämmige Platane (englisch „London Plane“), die größte Englands; Kellergewölbe aus dem 13. Jhdt.; eine große Gemäldesammlung u.a. mit Degas oder Barbara Hepworth… und eine qualmende Urne im Rex-Whistler-Zimmer, wo man beim genauen Hinschauen feststellt, dass alles hier - die Urne, die schweren Vorhänge, die Stukkaturen und die verzierten Säulen – nur auf platte Wände aufgemalt ist! Die Krönung von Mottisfont sind die Rosen von Graham Stuart Thomas, die er 1972 hierherbrachte. Es handelt sich um Alte, altmodische bzw. historische Sorten aus der Zeit vor 1900; Sorten, die zeitweise nicht beliebt waren, weil sie einmal blühen oder weil sie keine Gelbs und Oranges haben. Auf diese Arten hat Thomas sich jahrzehntelang spezialisiert und sie gesammelt, damit sie nicht für immer verloren gehen. Malmaison, Alba Maxima, Chinesische Rosen, Portlandrosen… bei manchen Pflanzen soll es sich sogar um das letzte Exemplar handeln. Viele schöne Begleitpflanzen - Farne, Akelei, Wermut, Wiesensalbei, Fingerhut, Jakobsleiter – setzen schöne Kontraste und blühen weiter, wenn die Rosen ins Hagebuttenstadium übergehen. Weiterfahrt in Richtung Salisbury. Von Weitem sieht man schon den spitzen, zu 123 m Höhe strebenden Turm ihrer Kathedrale, die inmitten eines weiten, großzügigen Rasenplatzes, dem Cathedral Close“, steht.

Eine Übernachtung in der Region Salisbury.

 

Tag 7 – Wisley Gardens und Savill Gardens

Heute treten Sie den Rückweg Richtung Themse und Windsor an. Bei Woking liegen auf riesigem Gelände (fast 100 Hektar) die „Wisley Gardens“, die spannenden und großartig gestalteten Schaugärten der führenden Gartenbau-Gesellschaft Englands, der Royal Horticultural Society (RHS). Hier wird klasszifiziert, experimentiert und getestet - Wisley ist Forschungs-, Ausbildungs- und Veranstaltungszentrum mit dem größten Gartenpflanzen-Herbarium, einigen National Collections und einer riesigen Bibliothek. Über eine Million Besucher kommen jährlich hierher. In dem kathedralenartigen, 7,7 Mio. Pfund teuren Gewächshaus (über 12 Meter Höhe) sind aufrecht stehende Palmen und drei Klimazonen zu sehen - und unterirdisch darunter eine etwas gespenstische, dunkle High-Tech-„Root Zone“. Außerhalb 150 m lange Präriepflanzen-Rabatte von Piet Oudolf, hunderte Obstbäume und ein „Fruit Mount“; ein abgeschiedenes, exotisches Waldstück (Battleston Hill), der Penelope-Hobhouse Country Garden, prämierte Modellgärten früherer Chelsea Flower Shows und der vor einigen Jahren zauberhaft neu gestaltete Bowes-Lyon Rose Garden mit dem rötlichen Arts&Crafts Laboratory im Hintergrund. Aber sehen Sie selbst… z.B. auch, dass ein paar Stunden hier fast zu wenig sind.

Savill Gardens gehört zu den königlichen Besitzungen rund um Schloss Windsor. Hier war alles einmal nur Moor, Sumpf und Heide. Heute liegt Savill direkt an dem seinerzeit größten künstlichen See Englands namens „Virgina Water“ - dessen  Zweck die Entwässerung und Drainage des ganzen Gebietes war. Es ist ein besonders schöner, teils wilder, waldiger Park auf etwa 14 Hektar mit vielen Rhododendren, Kamelien, Magnolien und Hortensien; mit wunderbaren Hosta- und Farnsammlungen in den schattigen Bereichen, mit Glashaus, blauem Himalaya-Scheinmohn im Juni, und einem interessanten Trocken - sowie auch einem Rosengarten mit vielen Modernen Rosen. Man kann sagen, Savill Gardens bietet das „volle Programm“.

Übernachtung in der Region Windsor.

 

Tag 8 - Fahrt nach London-Heathrow und Rückflug

Zum Flughafen London (Heathrow) ist es nicht sehr weit, so dass Sie je nach Abflugzeit hoffentlich ohne großen Stress den Mietwagen abgeben, und dann mit Souvenirs und schönen Erinnerungen im Gepäck, für Ihren Heimflug einchecken können.

 

NT = freier Eintritt mit dem National Trust Touring Pass

 

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